Geschichte


Die Ortschaft Ohrdorf wurde erstmalig unter den Halberstädter Lehngütern 1311 erwähnt, die der Markgraf Waldemar von Brandenburg besaß. Wahrscheinlich ist Ohrdorf aber sehr viel älter. Bereits 1014 gab es den Namen Ohrdorpe.

Ohrdorf war schon sehr früh ein verhältnismäßig großes Dorf und zugleich Kirchspielmitte. Ohrdorf ist heute eine eigene Kirchengemeinde, zu der auch die Ortschaften Küstorf, Teschendorf und Schneflingen gehören. Die Kirche wurde im Jahre 1235 als Wehrkirche gebaut.

 

Die alte Siedlungsform Ohrdorfs war ein Rundling. Das Leben im Dorf wurde hauptsächlich durch die Landwirtschaft geprägt. Nach einem Brand am 3. Oktober 1886, bei dem fünf Höfe abgebrannt sind, kam es zu einer Veränderung der Siedlungsform, da sich einige der abgebrannten Höfe außerhalb der Ortslage neu ansiedelten. Im Jahre 1867 wurde eine Windmühle außerhalb der Ortslage gebaut.

Ohrdorf gehörte zu den Dorfsiedlungen, deren Entstehungszeit schwer festzustellen ist, weil sie über lange Zeiträume zur Namensgebung gebraucht wurden. Es dürfte nach den geographischen Gegebenheiten und der Zusammensetzung mit Geländebezeichnung zu den frühen Siedlungen dieses Namens zählen, Ende der älteren Rodeperiode. Urkundliche Erwähnung: 1014 Ohrdorpe, 1311 Ordorpp, 1112 Ardorp, 1343, 1371, 1526 Ordorpe, 1451, 1488, 1518 Ordorppe.